Einzigartige Natur der Nordsee

Natur erleben an der Nordsee

Foto: Ringelgänse machen an der Nordsee Rast. Andreas Dengs/pixelio.de

Der Naturraum Nordsee ist ein komplexes Ökosystem, das sehr stark vom Atlantik beeinflußt wird, von Nord nach Süd abnehmend. Insbesondere die Wassertiere und –organismen sind von den Eigenschaften des Wassers abhängig, unter anderem von seiner Temperatur, seinem Salzgehalt und seinen Bewegungen.

Im Meeresgebiet der Nordsee unterscheidet man zwei unterschiedliche Wassermassen: Küstenwasser im Süden und Südosten und Mischwasser im nordwestlichen und westlichen Bereich. Reines Ozeanwasser  findet sich nur nördlich der Shetland- und Orkney- Inseln.

Meeresorganismen müssen an die salzhaltige Umgebung angepasst sein. Dies betrifft in besonderem Maße die Pflanzen und Tiere, die direkt dem Salzwasser ausgesetzt sind. Salzwasserfische haben ihren Stoffwechsel ganz auf ihr Leben im Salzwasser eingestellt. Von den höheren Pflanzen können nur wenige Salz ertragen. Man nennt sie Halophyten. Deshalb siedeln sich überwiegend niedere Pflanzen wie Algen und Tange im Meer an.

In der Nordsee hat sich eine erdgeschichtlich junge Biotopstruktur gebildet, die an den Küsten äußerst dynamisch ist. Permanent wirken Wasser und Wind ein. Erosion und Anlandung von Material sind die Folge. Die Lebewesen müssen sich diesen Prozessen anpassen. Abwanderung von Arten an einem Ort steht einer Pioniergesellschaft an anderer Stelle gegenüber.

Insbesondere das den Süden und Südosten einnehmende Wattenmeer  ist extrem instabil. Es besteht aus dem regelmäßig überfluteten Watt, den der Küste vorgelagerten Barriere- oder Düneninseln, den gelegentlich überfluteten Salzwiesen und dem flachen Bereich der offenen Nordsee. Jeder dieser Biotoptypen beherbergt eine extrem angepasste Lebensgemeinschaft.

Ganz andere Spezies bevölkern die Kliffs und Brandungspfeiler der englischen Küste und Helgolands, die mit ihren steilen, felsigen Abbrüchen besondere Lebensbedingungen schaffen. Einige sind als Seevogelschutzgebiete  bekannt.

Die Fjorde Norwegens und Schottlands zeigen als Küstenform die größte Konstanz. Sie dringen weit ins Land hinein. Deshalb finden Tiere und Pflanzen, die einen geschützteren Lebensraum brauchen, hier gute Lebensbedingungen.

Autorin: Martina Poggel

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