Urlaub an der Nordsee ist auf den ostfriesischen Inseln am Schönsten

Das Wattenmeer in der Nordsee ist ein einzigartiges Ökosystem, das nicht nur durch Ebbe und Flut geprägt ist. Durch den besonderen Schutz in Nationalparks kann sich hier die Natur ungestört entfalten und einzigartige Biotope schaffen. Die Insel Wangerooge ist ein Ort, an dem Naturfreunde diese faszinierenden Landschaften entdecken können.

Zu den Biotopen des Wattenmeeres gehören nicht nur das Watt selbst, sondern auch die Dünen und die Salzwiesen entlang der niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Besonders auf den Ostfriesischen Inseln, zu denen die Insel Wangerooge gehört sind diese Naturräume zu bewundern. Doch Wangerooge hat auch einige Besonderheiten zu bieten.

Naturerlebnisse auf Wangerooge schon bei der Ankunft

Die Anreise nach Wangerooge erfolgt über die Fähre, die im Hafen Harlesiel startet. Das Auto muss auf dem Festland bleiben, denn auf Wangerooge gibt es ein weitgehendes Autoverbot. Eine Ausnahme bilden die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. Mit der Inselbahn geht die Fahrt vom Fähranleger durch die Salzwiesen und über die Westlagune ins Inseldorf. Während der Fahrt erhalten die neu Angekommenen schon einen ersten Eindruck von der bezaubernden Landschaft. Mensch und Gepäck transportieren Elektrokarren und elektrisch betriebene Großraumtaxis zur Unterkunft.

Möglich macht diese bequemere Reiseform die Entwicklung alltagstauglicher Elektroautos. Und so könnten die alten lilafarbenen Elektrokarren vielleicht bald Elektrotransportern von MAN weichen. Sie zeigen auf anderen Inseln bereits ihre Alltagstauglichkeit, etwa wenn sie emissionsfrei die Versorgung auf Norderney sicherstellen. Die Fahrzeuge sorgen für eine effiziente Logistik, die für die Insulaner lebensnotwendig ist. Alle Güter des täglichen Bedarfs und darüber hinaus müssen vom Festland eingeführt werden. Ein robuster Transporter, der die empfindliche Natur nicht stört, ist dabei ein echter Fortschritt.

Für die Besucher der Nordseeinseln ist es meist ungewohnt, dass der Verkehr so geräuscharm ist. deshalb müssen die Fahrer immer bremsbereit bleiben, wenn sich Fußgänger oder Radfahrer auf ihr Gehör verlassen. Die Gefahr, ein E-Auto zu übersehen, ist dennoch eher gering. Dafür können Besucher und Tiere die Ruhe genießen.

Die Natur von Wangerooge entdecken

Der Naturbund bietet Wanderungen über die Dünen und nächtliche Erkundungen am Strand an. Hier erfahren Interessierte einige Phänomene in besinnlicher Atmosphäre, zum Beispiel welche Bedeutung die Lichter an der Küste haben. Wer die Gegend auf eigene Faust entdecken möchte, nutzt die zahlreichen Wege für eine Wanderung oder einen Ausflug mit dem Fahrrad.

Naturliebhaber, die mehr über das Wattenmeer und die Insel erfahren möchten, können sich im Nationalparkhaus auf Wangerooge über die faszinierende Landschaft informieren. Es befindet sich im Zentrum des Inseldorfes und bietet Besuchern ein abwechslungsreiches Programm. Die Einrichtung beherbergt eine interessante Ausstellung und ist Ausgangspunkt für Wattwanderungen und naturkundliche Führungen.

Wangerooge hat nicht nur im Sommer viel zu bieten

Eines der Hauptargumente für einen Urlaub auf Wangerooge ist sicherlich der Strand. Hier lässt es sich vortrefflich entspannen, baden und Strandburgen bauen. Gegen einen frischen Nordseewind schützen die Strandkörbe. Für Hunde und ihre Besitzer gibt es einen eigenen Strandabschnitt. Auch die Wassersportler haben einen eigenen Strandabschnitt, auf dem sie sich nach Herzenslust austoben können. Auf der Insel können Geräte für das Kite- und Windsurfen ausgeliehen werden. Das Kitesurfen ist zum Schutz des Wattenmeers nur in der etwa 33 Hektar großen Kitezone erlaubt. Auch Kanus stehen zur Verfügung. Außerdem bietet die Insel ideale Ausgangsbedingungen, um unter Segeln das Revier zu erkunden.

Wenn das Baden in der Nordsee nicht möglich ist, lockt das Meerwasser-Erlebnisbad „Oase“. Das Highlight ist die 74 Meter lange Wasserrutsche. Daneben lockt die Natur, die sich mit dem Fahrrad auch außerhalb der Hochsaison entdecken lässt. Auch mit Kindern ist das Radeln ungefährlich, denn von ein paar Elektrofahrzeugen abgesehen, ist die Insel autofrei. Wer seinen Proviant im Fahrradkorb mitnimmt, findet überall auf Wangerooge traumhafte Picknickplätze.

Eine andere Möglichkeit ist ein Ausritt auf dem Pferd. Auf dem Eiland gibt es gleich zwei Reithöfe, die interessante Touren anbieten. Dabei wird auf die Reiterfahrungen der Urlauber Rücksicht genommen. Wer es gemütlicher mag, unternimmt einen Ausflug mit der Pferdekutsche. Auch Angler können auf der Insel ihrem Hobby nachgehen. Besonders zwei bis drei Stunden vor dem Hochwasser und etwa eine Stunde danach sind die Erfolgsaussichten groß. Auch bei Dämmerung beißen die Fische häufig an. Flunder, Dorsch und Wittling sind einige Arten, die später auf dem Speiseplan stehen können.

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